Marokko: Kameltrekking und Wandern in der Wüste mit Akabar - Sahara Treks - individuell - persönlich - flexibel

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Kein Mensch kann in der Wüste leben und davon unberührt bleiben.
Er wird fortan, wenn vielleicht auch kaum merklich, das Zeichen der
Wüste, das Zeichen des Nomaden tragen; und er wird immer, je nach
Veranlagung, leises oder brennendes Heimweh nach jenem Leben
verspüren. Denn dieses unerbittliche Land übt einen Zauber aus,
dem ein gemäßigtes Klima nichts entgegenzusetzen hat.
Wilfred Thesiger
 
 
 
Philosophie
 
  • Mit unseren Angeboten von Trekking und Trekking mit Homestay möchten wir den Menschen in der Wüste ein Einkommen bieten, damit sie weiter in ihrem Umfeld und in ihrer Kultur leben können und nicht gezwungen sind in Städte auszuwandern.  Für unsere Trekkingtouren werden befreundete Nomaden aus dem Jebel Bani Gebirge mit ihren eigenen Kamelen angestellt. Auf diese Weise können die Chameliers mit ihren eigenen Tieren zum Unterhalt ihrer Familien beitragen. Um alleinstehenden oder in Not geratenen Nomadinnen auch eine Einkommenschance zu bieten, begleiten diese Frauengruppen als Köchinnen.
  • Unsere Touren und Wanderungen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit Nomaden aus dem Ait Atta Stamm, die nicht einfach nur für uns arbeiten. Wir legen viel Wert auf Gemeinschaft und ein familiäres, freundschaftliches Verhältnis, in dem wir viel über ihre Kultur und ihren Alltag erfahren und dabei ihr Lebensumfeld in der Wüste kennenlernen. Bei Akabar - Sahara Treks ist es üblich, dass Gäste und Team die Mahlzeiten weitgehend zusammen einnehmen und wie eine große Familie unterwegs sind. Das Akabar -Team ist immer um das Wohlergehen der Gäste bemüht und nimmt umsichtig und verantwortungsvoll seine Aufgaben vor und während der Tour wahr.
  • Akabar - Sahara Treks beschäftigt nur Einheimische, das sind Nomaden und Semi-Nomaden als Chameliers, Koch und Helfer sowie die Jeepfahrer aus Zagora. Lebensmittel stammen vom Markt in Zagora und ausgesuchten örtlichen Händlern. Man arbeitet mit einigen kleinen gemütlichen Riads zusammen, die sich 2 km außerhalb von Zagora in den Oasengärten von Amezrou befinden.
  • Die Kamele unserer Begleiter werden gut und respektvoll behandelt. Die Nomaden betrachten ihre Tiere als Familienmitglieder. Ihre Kamele werden nicht in Ställen gehalten sondern streifen durch die Täler des Jebel Bani und im Dünenvorland. Auf den Touren tragen sie maximal fünf bis sechs Stunden das Gepäck, in der übrigen Zeit sind sie auf Futtersuche und ruhen. Morgens und abends erhalten sie besonders bei Trockenheit zusätzlich Dattelschrot und Hafer.  Die Anzahl der Kamele orientiert sich an der Gruppengröße, so dass die Tiere nicht übermäßig viel tragen müssen.
  • Unsere Trekkingtouren führen abseits des Massentourismus auf ehemaligen Karawanenwegen und Wanderrouten der Hirten durch die abwechslungsreiche und faszinierende Steinwildnis des Jebel Bani, durch Dünenlandschaften, über Hamadas und zu Oasen. Wir haben unsere Wege so ausgesucht, dass wir abseits gängiger Karawanenstrecken und Jeeppisten laufen. Unser Team ist in Gebirge und Wüste zu Hause. Die Täler und Ebenen der weitläufigen Jebel Bani Gebirgskette gehören zu den Weidegebieten der Herden unserer nomadischen Begleiter. Auf unseren Karawanen mit spontaner Übernachtung bei Nomadenfamilien erfahren Sie Leben und Kultur der nomadischen Bevölkerung der Sahara. 
  • Unsere Wüstenwanderungen werden ohne festgelegte tägliche Tourenbeschreibungen angeboten, da dies nicht dem Nomadenleben entspricht. Eine Wüstenwanderung und der Aufenthalt bei Nomaden ist sehr einfach, ohne jeglichen Komfort. Dafür wird der Reisende  von der Herzlichkeit, Offenheit und Spontanität der Wüstenbewohner belohnt. Aus diesem Grund setzen wir auch voraus, dass unsere Gäste tolerant und flexibel sind, sowie bereit, sich in die Gemeinschaft einzufügen und auch mal Dinge wie Holz sammeln, Wasser holen und Aufräumen zu übernehmen. Wir möchten auf unseren Wanderungen die Wüste sauber und ohne große Spuren hinterlassen, deshalb werden brennbare Abfälle verbrannt und sonstiger Müll  wieder mit nach Zagora genommen und dort entsorgt. Uns liegt es sehr daran, vorsichtigen und nachhaltigen Tourismus durchzuführen, um die bestehenden Strukturen und die Kultur der Nomaden nicht negativ zu beeinflussen.
  • In extremen Landschaften wie in der Wüste kann wetterbedingt auch vom beschriebenen Reiseablauf abgewichen werden; deshalb erwarten wir von den Teilnehmern auch ein gewisses Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Auf unseren Touren in die Sahara lernen wir die alltäglichen harten Lebensumstände der Wüstenbewohner kennen, die mit Sandsturm, Hitze, plötzliche Regenfälle oder jahrelanger Trockenheit leben müssen.
 
Unsere Angebote sind eng kalkuliert, Lebensmittel, Löhne und Transferkosten sind aktuelle Preise in Marokko. Aus diesem Grund ist es uns nicht möglich Rabatt zu geben, da sonst das ohnehin geringe Einkommen dadurch reduziert würde.
 
 
Hafid Benyachou und Monika Boch-Jacuk
 

 
                             

 

 

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Hafid Benyachou aus Zagora ist für die Organisation und Begleitung von Trekking, Homestay und Rundtouren zuständig. Er stammt aus einer Nomadenfamilie des Stammes der Ait Atta, hat nach dem Abitur Lehramt in Agadir studiert und unterrichtete mehrere Jahre lang Kinder und Jugendliche an der Nomadenschule von Tafraout. Er ist der Berater der Nomaden und unterstützt sie aktiv bei der Durchsetzung ihrer Interessen außerhalb der Wüste. So hat er zusammen mit den Nomaden von Tafraout den Verein "Association Akabar for Sustainable Development and Culture" gegründet. Er ist außerdem Kontaktperson und Übersetzer für die italienische Organisation Il Mondo Incantato (Gründer und Sponsor der Nomadenschule) und für die "Ingenieure ohne Grenzen" (s.Hilfeprojekte für Nomaden). Hafid verfügt über einige Jahre Trekkingerfahrung als Guide für das Unternehmen seines Bruders. Im Jahr 2014 gründete er sein eigenes Trekking-Unternehmen "Akabar - Sahara Treks".  Hafid hat 2013 Deutschland besucht und während seines Aufenthaltes u.a. Reiseanbieter besucht und der Organisation "Ingenieure ohne Grenzen", in Berlin die Wassersituation des Hochtales von Tafraout geschildert und um Hilfe gebeten. Im November 2014 waren Mitglieder der "Ingenieure ohne Grenzen" im Tafraout-Tal und untersuchten mit Unterstützung von Hafid und der Nomadenvereinigung Akabar fast sämtliche Brunnen des Tales. Näheres dazu unter "Nomaden-Hilfe"..

 

 

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Mein Name ist Monika Boch-Jacuk und ich bin für die Erstellung der Website, Kontakte zu interessierten Reisenden und  Reiseberatung zuständig. Ich habe International Business M.Sc. (GB) studiert, einige Jahre bei Kreditinstituten gearbeitet und befinde mich jetzt in Rente. Wüsten und ihre Bewohner haben mich schon immer interessiert und so habe ich seit 2009 insgesamt 14 Trekkingtouren in der Wüste unternommen (Tunesien, Marokko, Oman, Mongolei und Algerien). 

Durch ein Trekking 2011 in der Sahara Südmarokkos bin ich bei den Nomadenfamilien eines entlegenen Tales gestrandet. Ich war bisher mehrfach dort, habe die Jugendlichen in Englisch unterrichtet und versuche zusammen mit H. Benyachou, ihnen durch das Anbieten von Trekking und Homestay zu einem Einkommen zu verhelfen.  Hierzu gibt es Berichte im Stern-Magazin viva! Nr. 2/2013 und in der hausinternen Zeitung der Sparkasse Markgräflerland "Hausgeist 2013".

Per Zufall stieß ich auf das Engagement der Organisation "Ingenieure ohne Grenzen" und da zu diesem Zeitpunkt (Sommer 2012) schon Familien aufgrund von versiegenden Brunnen das Tal von Tafraout verließen, habe ich die Lage den Mitarbeitern der Berliner Zentrale der "Ingenieure" beschrieben und um mögliche Hilfe gebeten. Im August 2013 besuchten Hafid Benyachou und ich die Verantwortlichen und wir hörten schon, daß die Gruppe "München" an der Aufgabe interessiert sei. Im November 2014 waren zwei Teams der "Ingenieure" im Tafraout-Tal und untersuchten mit Unterstützung durch Hafid (als Übersetzer) und der Nomadenvereinigung Akabar fast sämtliche Brunnen des Tales. Ab März/April 2016 wurde das Projekt umgesetzt. 

Ich engagiere mich ehrenamtlich für Akabar - Sahara Treks und somit für die Menschen der Sahara, d.h. von meiner Seite fallen keine Kosten für den Reisenden an.

 
 

 

     P1050460 Khadija Ahabal: Zusammen mit anderen jungen Nomadenfrauen betreut Khadija die Gäste in Tafraout

 

 

 

 

 

  P1000768Lahsen Rabouze, unser Koch, ist der ältere Bruder von Yusuf. Lahsen zaubert täglich Köstlichkeiten der marokkanischen Küche auf den 'Tisch'.

 

 

 

 

 

P1020417Mohammed Oukhayi ist Nomade, Chamelier und wie Lahsen ein sehr guter Koch. Er liest den Reisenden die Wünsche von den Augen ab. Mohamed ist für die Auswahl der Kamele zuständig und nimmt diese für Trekking-Karawanen abwechselnd von Nomadenfamilien aus dem Jebel Bani Gebirge und dem Wüstenvorland Bouhjab.

 

 

 

 

 

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Ydir Oukhayi ist Mohamed's älterer Bruder. Er begleitet unsere Karawanen als Guide und Chamelier. Ydir ist wie sein Bruder ein sehr guter Koch und zaubert täglich neue Überraschungen auf die Teller. Besonders gut sind seine traditionellen Fladenbrote, die er am Lagerfeuer oder auf heißen Steinen backt. P1040439

 

 

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Said Azmamar ist unser englisch sprechender Guide. Er stammt aus einer Nomadenfamilie, die in der Nähe von M'Hamid lebt. Er begleitet eigenständig Touren.

 

 

 

 

 

 

 

P1000737Yusuf Rabouze ist unser erfahrener Junior Guide und auch Chamelier. Er stammt aus einer Nomadenfamilie, die noch bis zum letzten Jahr mit ihrer Herde in den Bergen vom Jebel Bani-Gebirge lebte und sich jetzt in der Nähe des Dorfes Tafraoutniedergelassen hat. Yusuf ist etwa 20 Jahre alt, besuchte die Nomadenschule von Tafraout und spricht ein wenig Englisch. Er ist immer sehr glücklich, interessierte Reisende auf ihrer Trekkingtour zu begleiten. Er kennt die Wüste - Berge und Dünen - in- und auswendig:

         

                    

 

 

 20150407 162946 KopieYusuf Karmoud ist Chamelier/Nomade aus einem abgelegenen Flußtal des Jebel Bani Gebirges; unsere Treks gehen durch seine Weidegebiete.